• Mark Andrew

Review: Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Vorweg ist mein Beitrag weitgehend Spoilerfrei! Wer jedoch auch keinen Trailer gesehen hat, sollte nicht weiterlesen!


Da wurden wir im Dezember 2017 mit offenen Mündern aus dem Kino entlassen. Was Regisseur Rian Johnson mit Star Wars Episode 8 abgeliefert hatte, hat viele Star Wars Fans vor den Kopf gestoßen. "Lass die Vergangenheit hinter dich. Töte es, wenn es sein muss" war nicht nur ein Filmzitat. 


Umso größer war die Spannung für den Neunten und (vorläufig) letzten Star Wars Film. Franchise Imperatorin Kathleen Kennedy hat auf ihren Großmoff J.J. Abrams gesetzt, der den Schaden minimieren durfte. Dieser kann seine Liebe zum Genre, wie schon in Episode 7, nochmal unter Beweis stellen. Meiner Meinung nach schafft er es erneut die Fangemeinde zu beglücken.

Der Aufstieg Skywalkers hat sich ein mächtiges Ziel gesetzt, der Abschluss einer 3-teiligen Trilogie zu sein. Die offensichtlichen Fragen werden endlich beantwortet: Wer war Snoke? Was ist Reys Herkunft? Warum kann Sie und Kylo Ren mittels der Macht Skypen? Zusätzlich erkennt man den großen Plan des fiesesten Strippenziehers der Star Wars Galaxie. Die Helden Poe, Fin und Rey dürfen wieder zusammen in die Schlacht ziehen. Auch ein in Vergessenheit geratener Hauptcharakter bekommt eine wertvolle Aufgabe. Natürlich darf ein Gastauftritt der alten Riege nicht fehlen. Selbst auf Ereignisse aus Episode 1 bis 3 wird Stellung bezogen. So werden alle Generationen der Star Wars Anhänger bedient.


Der Rhythmus des Films fühlt sich an wie der Kessel Run des Millennium Falken (Solo - a Star Wars Story), nur das er länger als 12 Parsecs dauert. Ab dem Verblassen der Laufschrift fährt der Film in 142 Minuten auf Höchstgeschwindigkeit durch 6 verschiedene Welten. Wobei man sich nach einer Stunde schon fragt: "Hat der Film Überlänge?" Aber nicht aus Langeweile. Der Film packt einem von Anfang bis Ende. Eine Hochsachau Bahn an Emotionen. Man lacht, weint, zittert vor Spannung und am Ende ist man glücklich. (Ich zumindest)

Auch wenn der Film, wie alle 8 Teile davor, Logik Fehler aufweist, lässt J.J. genug Interpretationsspielraum. Einige Entscheidungen mussten wegen dem Rian Johnson Chaos gefällt werden. Der Umstand das Schauspielerin Carrie Fisher noch vor den Dreharbeiten verstorben ist, machte die Sache nun auch nicht leichter. Natürlich werden sich einige Fans das Maul über dies und das zerreißen. Aber das ist gut so. Schließlich soll Star Wars, nach den Plänen von Disney, auch weiterhin im Gespräch bleiben.

Für mich persönlich war es ein gelungenes und befriedigendes Finale. Wobei ich den Film nicht als Abschluss der Skywalker Saga sehe. Nach dem Tod von Jedi Meisters Luke in Episode 8 war für mich die Familiengeschichte zu Ende. Episode 9 ist aber das Vermächtnis der kleinen Dynastie, die vor über 40 Jahren auf dem Wüstenplaneten Tatooine seinen Anfang fand.

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